JEWELRY PROJECT WILHELMINENSPITAL
Photos: Susanne Hammer
Die Einladung, an der psychosomatischen Abteilung des Wilhelminenspitals in Wien, ein Schmuckprojekt zu realisieren, veranlasste mich, eingehender über die soziale Funktion von Schmuck nachzudenken, die, neben vielen anderen Bedeutungen, eine der wichtigsten überhaupt ist: Schmuck ermöglicht, wie kaum ein anderes Medium, einen Austausch von Beweisen der Zuneigung. Das zeigt auch die lange Tradition des Freundschafts- und Liebesschmucks. Viele von Ihnen erinnern sich vielleicht an die eigene Jugend, wo Freundschaftsringe, das getrennten Herz oder dergleichen ausgetauscht wurden. Einfach, um sich der gegenseitigen Freundschaft zu versichern.
Die Überlegung, dass die Aufrechterhaltung von Freundschaften vermutlich gerade für junge Menschen, die aus krankheitsbedingten Gründen über einen längeren Zeitraum keinen direkten Kontakt nach außen pflegen können, extrem wichtig ist, führte mich direkt zur Kernidee des Schmuckprojekts X-change: den Versuch zu unternehmen, für diese Freundschaften über das Medium Schmuck eine symbolische Ebene zu schaffen.Dies ist, gemeinsam mit den LehrerInnen der Heilstättenschule im Wilhelminenspital und den dort untergebrachten Kindern und Jugendlichen meiner Meinung nach auch gelungen, weil es möglich wurde, Ideen umzusetzen und zu erfahren, wie bereichernd es sein kann, sich gestalterisch mit einem Gegenüber auseinander zu setzen. Das waren in diesem Fall Familienmitglieder, Freunde von außerhalb oder Mitglieder der Gruppe vorort, die dann auch großzügig mit Schmuckstücken beschenkt wurden.

When I was invited by the psychosomatic ward of the "Wilhelminen" hospital in Vienna to realize a jewellry project, I started to reflect more profoundly on one of the most important functions of jewelry: its social meaning. Unlike any other medium, jewelry allows people to exchange pieces of evidence of their affection. This also becomes obvious in the long tradition of friendship or love jewelry. Many of you might remember your own adolescence, when you exchanged friendship rings such as a separated heart, simply in order to assure each other of your mutual friendship.
The importance of friendships particularly for young people who - due to their disorders and hospital stay are unable to have direct contact with people outside for a longer period of time - resulted in the concept of the jewelry project X-change: creating a symbolic level for these friendships through the medium of jewelry. In my opinion, the project succeeded with the help of the in-house teachers at the hospital and the children and adolescents concerned because they could realize ideas as well as experience the personal gain when they creatively confronted themselves with others – family members, friends from outside or members of their group in hospital, who were then generously given pieces of jewelry.
SUSANNE HAMMER

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